Dossier Ebermast

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Ansprechpartnerin
Barbara Früh
FiBL Beratung
Ackerstrasse
5070 Frick
Tel. 062 865 72 18
Fax 062 865 72 73
Mobil 079 823 47 55
E-Mail
www.fibl.org
Ansprechpartner
Steffen Werne
Tierhaltung
Ackerstrasse
5070 Frick
Tel. 062 865 04 40
Fax 062 865 72 73
E-Mail
www.fibl.org
Ansprechpartner
Christophe Notz
Tiergesundheit
Ackerstrasse
5070 Frick
Tel. 062 865 72 85
Fax 062 865 72 73
E-Mail
www.fibl.org
Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration
Das FiBL führt dieses Projekt zum Wohle der Ferkel in Zusammenarbeit mit kagfreiland durch. Ziel ist es, Lösungen speziell für Biobetriebe zu finden. Das zusätzliche Projekt ist deshalb nötig, weil die Ergebnisse aus dem Projekt ProSchwein nicht eins zu eins auf Biobetriebe übertragbar sind.
Kurzfristig: Schmerzausschaltung bei der Kastration
Geklärt werden soll, wie die möglichen Alternativen, beispielsweise die Inhalationsnarkose, auf Biobetrieben umgesetzt werden kann. Die Bioschweinezucht findet überwiegend auf klein strukturierten Betrieben statt. Nur 10 Prozent der Betriebe haben mehr als zehn Zuchtsauen im Stall. Hier lohnt sich der Kauf eines eigenen Gasnarkosegerätes nicht – so ein Gerät kostet rund 15’000 Franken. Falls sich die Methode in der konventionellen Ferkelerzeugung durchsetzt, lassen sich sicher Synergien mit konventionellen Betrieben nutzen. Wenn nicht, stellt sich die Frage, ob und wie die Bioferkelerzeuger betriebsübergreifend auf diese Narkosemöglichkeit zurückgreifen können. Neben dem Zeitaufwand sind auch die hygienischen Fragen zu beantworten.
Ist Immunokastration für den Biolandbau eine Alternative?
Anders sieht die Situation aus, wenn die konventionellen Betriebe die Immunokastration einsetzen sollten. Dann muss sich der Biolandbau entscheiden, ob er diese Methode auch anwenden will oder ob er sich gerade in diesem Punkt von der konventionellen Produktion abheben und damit eventuell einen Marktvorteil erwirken will. Derzeit ist die Immunokastration auf Biobetrieben seitens Bioverordnung des Bundes verboten.
Langfristig: Ebermast
Grundsätzlich und langfristig ist nur die Ebermast eine geeignete, den biologischen Grundsätzen der Tierhaltung entsprechende Methode. Hier steht man jedoch vor Problemen auf der Abnehmerseite. Die Grossabnehmer sind bisher nicht bereit, unkastrierte männliche Schweine abzunehmen. Ziel im Projekt ist es deshalb auch, kleinere Metzgereien und später die Grossabnehmer zu beraten, wie sie bei den Ebern die Geruchserkennung durchführen können. Auch hierin steckt ein Potenzial: die Erschliessung neuer Absatzwege durch vermehrte Vermarktung von Biotieren über kleinere Metzgereien.
Finanzierung
Das Projekt «Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration» wird unterstützt durch
- Ferkelfonds der Bio Suisse
- Graf Fabrice, von Gundlach und Payne-Smith -Stiftung
- VIER PFOTEN -Stiftung für Tierschutz
- Bundesamt für Landwirtschaft
Weitere Sponsoren sind willkommen, damit das Projekt erfolgreich in der angemessenen Breite und Tiefe durchgeführt werden kann.
Projektmitarbeitende
Barbara Früh, Agronomin
Barbara Früh ist zuständig für den Wissenstransfer und die Beratung und damit auch für die Umsetzung der Kastrationsmethoden und der Ebermast auf den Betrieben.
Barbara Früh arbeitet seit fünf Jahren in der Fachgruppe Bildung und Beratung. Ihr Schwerpunkt liegt in der Beratung von Bauern und Bäuerinnen bezüglich Tierhaltung, Fütterung, Management und Tiergesundheit.
Katja Bahrdt, Agronomin
Katja Bahrdt betreut die Konsumentenbefragungen und andere Aspekte der Vermarktung.
Katja Bahrdt arbeitet am FiBL in der Fachgruppe Sozioökonomie und hat mehrjährige Erfahrung im Bereich der Markt- und Konsumentenforschung. Ihr Schwerpunkt liegt in der angewandten Marktforschung, d.h. Bearbeitung von Forschungsfragen mit hoher Relevanz für die Praxis.
Christophe Notz, Tierarzt
Christophe Notz ist zuständig für tiermedizinische und zuchttechnische Fragen sowie bei der Evaluation und Umsetzung der verschiedenen Kastrationsmethoden. Er sichert die Kontakte zu ProSchwein.
Christophe Notz ist Tierarzt und Homöopath und arbeitet seit acht Jahren am FiBL. Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist die Bestandesbetreuung, Arbeiten zur Tiergesundheit und Homöopathie.
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