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Die Pferde artgerecht halten
Rassenwahl
Jede Tierhaltung beginnt mit der Wahl einer angepassten Rasse für den Betrieb, sowie der Zucht und Selektion dieser Tiere. Es wäre wünschenswert, wenn die Schweizer Biobetriebe eine Schweizer Pferderasse auf ihren Betrieben halten würden. Der Freiberger, die kleinste Kaltblutrasse, drängt sich geradezu auf: Er ist anspruchslos in der Fütterung, hat einen sehr guten Charakter und eignet sich für alle Freizeitnutzungen wie Reiten, Therapiereiten, Zugarbeiten und auch für leichtere landwirtschaftliche Verrichtungen.
Gruppenhaltung
Bereits jetzt gilt auf Knospe-Betrieben ein Anbindeverbot, nur für Arbeitspferde gibt es noch Ausnahmeregelungen. Auf den 1.1.2011 tritt für alle Biobetriebe das generelle Anbindeverbot der Bioverordnung in Kraft.
Am meisten kommt den natürlichen Bedürfnissen der Pferde aber die Gruppenhaltung entgegen. Neu wird diese Art der Haltung mit BTS-Beiträgen gefördert. Im Minimum müssen die Stallmasse von Agroscope ART Tänikon eingehalten werden. Weiter sollte jedes Pferd in der Gruppenhaltung einen Fressplatz in einem mit Sichtblenden versehenen Fressstand zur Verfügung haben. Die eingestreute Stall- und Liegeflächen sollten mit Sichtblenden versehen sein, damit sich die Tiere verstecken können. Entgegen allen Vorurteilen ist auch in der Pensionspferdehaltung die Gruppenhaltung möglich, wie verschiedene Betriebe in der Schweiz zeigen.
Eigene Nachzucht hält die Gruppe stabil
Es ist nicht einfach, Pferde aus der Einzelboxenhaltung in Gruppenhaltung zusammen zu führen. Wir empfehlen, dass auch Pensionsbetriebe ihre Tiere selber auf dem Betrieb züchten und ausbilden und die Fohlen in der Gruppe belassen. Diese Tiere können verkauft oder vermietet werden mit der Bedingung, dass sie als Pensionspferd im gleichen Stall und damit optimal in der Gruppe integriert verbleiben.
Ein weiterer Vorteil dieses Systems ist, dass in der Landwirtschaftszone bei Bauenvorhaben für die Zuchtpferdehaltung weniger Probleme auftreten.
Sanfte Ausbildung
Für die Ausbildung der Pferde sollten nur Methoden zur Anwendung kommen, bei denen keine Gewalt und kein Zwang ausgeübt werden.
Weitere Informationen zur Gruppenhaltung
Eric Meili, FiBL Beratung









