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Weinbau

trauben im Rebberg

Die Grundlage des biologischen Rebbaus bilden der Verzicht auf chemisch-synthetische Hilfsstoffe und die Förderung eines lebendigen Bodens sowie die Berücksichtigung der natürlichen Lebensgemeinschaften. Eine vielfältige Flora stärkt die Selbstregulierungskräfte im Rebberg. Termingerechte Laubarbeit führt zu einer lockeren und gut belichteten Laubwand und trägt zusammen mit dem Einsatz von pflanzlichen und mineralischen Präparaten zu gesunden Pflanzen bei. Im Vordergrund des biologischen Rebbaus steht die Produktion von qualitativ hochwertigen Weinen. Auf Maximalerträge wird verzichtet.

Die grösste Herausforderung im biologischen Rebbau stellt die Regulierung des Falschen und Echten Rebenmehltaus dar. Durch die konsequente Anwendung vorbeugender Massnahmen und dank verbesserter Möglichkeiten im direkten Pflanzenschutz können heute auch bei anfälligen Europäersorten wie Blauburgunder und Chasselas ausreichende Erträge und hohe Qualitäten erreicht werden. Der Schutz der Pflanzen bleibt jedoch anspruchsvoll. Pilzwiderstandsfähige Sorten wie Regent, Maréchal Foch und Solaris bieten hier Entlastung. Heute sind bereits gegen 10 % der Biorebfläche mit pilzwiderstandsfähigen Sorten bepflanzt - und deren Anteil nimmt rasch zu. Solche Sorten schonen nicht nur die Umwelt, sondern ermöglichen auch - ob sortenrein oder in Cuvées ausgebaut - die Erzeugung von hervorragenden Weinen, die den Vergleich mit Weinen von konventionellen Sorten nicht zu scheuen brauchen.