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Véronique Chevillat
FiBL Beratung
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5070 Frick

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Fax 062 865 72 73
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Eine blütenreiche Ökowiese anlegen

Blühende Magerwiese
Eine blühende Ökowiese fördert nich nur Kleintiere - sie erfreut auch das Auge des Bauern.

Artenreiche Blumenwiesen sind für viele Tiere wertvolle Lebensräume. Eine vielfältige Zusammensetzung trägt zur ökologischen Qualität bei und wird durch zusätzliche Beiträge nach Ökoqualitätsverordnung (ÖQV) honoriert. Wenn die Flächen in einem Vernetzungsprojekt angemeldet sind, können die Gesamtbeiträge Talgebiet pro Hektare 3500 Franken erreichen. Die Qualität kann nicht immer durch angepasste Bewirtschaftung erreicht werden: Wenn der Blütenbestand über Jahren artenarm bleibt, lohnt es sich, die Wiese umzubrechen und eine Neuansaat zu machen; am besten in Absprache mit der kantonalen Fachstelle.

Standortwahl

Den Standort so auswählen, dass er in Verbindung mit anderen Ökoflächen steht (Vernetzung von Lebensräumen). Standorte mit hohem Unkrautdruck (Ackerkratzdisteln oder Blacken) kommen nicht in Frage.

Saatbettvorbereitung

Spätestens einen Monat vor der Saat den Boden pflügen und danach sofort eggen. Vor der Saat 1-2-mal in 2-wöchigen Abständen oberflächig eggen.

Ansaat

Nach der letzten Bodenbearbeitung sofort säen. Oberflächige Breitsaat mit einer Sämaschine oder Handsaat machen. Direkt nach der Saat mit einer Rauwalze walzen.

Säuberungsschnitte

Das erste Jahr ist eine starke Verunkrautung normal. Sobald der Krautbestand sich stellenweise zu schliessen beginnt, sollen Säuberungsschnitte erfolgen. Im Ansaatjahr können bis zu drei Säuberungsschnitte nötig sein. Die Schnittehöhe sollte nicht tiefer als 7 bis 9 Zentimeter eingestellt werden. Das Schnittgut wird entfernt.
Schon im Folgejahr werden bunte Schmetterlinge auf der Wiese herumflattern.

Weiterführende Informationen:

Faktenblatt Biolandbau und Biodiversität (FiBL Shop)