Ansprechpartner
Hansueli Dierauer
FiBL Beratung
Ackerstrasse
5070 Frick
Tel. 062 865 72 65
Fax 062 865 72 73
Mobil 079 743 34 02
E-Mail
www.fibl.org
Anbauempfehlungen für Biohirse

- Biologische Hirse vor der Reife
Hirse wird heute vor allem in Russland und China angebaut. In der Schweiz wurde diese Getreidegattung lange Zeit nicht mehr kultiviert. Speisehirse hat in der Vollwerternährung heute ihren festen Platz. Zunehmend besteht für Hirsekörner und Hirseflocken eine Nachfrage von Personen, die unter einer Getreideallergie leiden. Um den Bedarf an Biohirse teilweise aus dem Inland zu decken, haben die Fachhochschule für Landwirtschaft, die Biofarm Genossenschaft und Agroscope ART in den letzten Jahren den Hirseanbau in der Schweiz neu belebt. Im Jahr 2010 beträgt die Zielfläche 20 ha. Der Produzentenpreis für 2010 beträgt, gleich wie im Jahr 2009, 143 Franken pro 100 kg Rohhirse franko Sammelstelle. Die Anbaukoordination und der Marktaufbau für Schweizer Bio Hirse erfolgt über die Biofarm Genossenschaft.
irsekörner und Hirseflöckli aus Schweizer Bioanbau werden ausschliesslich im Biofachhandel angeboten. Die Hirse ist wie Mais eine C4-Pflanze und stellt ähnliche Ansprüche an Temperatur und Fruchtfolge. Sie ist trockenheitsresistent und eignet sich deshalb auch für den Anbau in der Westschweiz.
Die Aussaat erfolgt wie beim Mais Anfang Mai. Die Vegetationszeit ist mit 100Tagen jedoch viel kürzer. Die Ernte findet in der Regel Anfang September statt. Die Pflanzen werden unter guten Bedingungen zirka einen Meter hoch. Schlechtes Wetter kann die Jugendentwicklung verzögern und die besser an unser Klima angepassten Unkräuter, insbesondere die gut bekannte Hühnerhirse, gewinnen dann die Überhand. Vor allem typische Maisunkräuter wie weisser Gänsefuss, Amarant, Franzosenkraut und Knöterich können der Hirse arg zu schaffen machen. Daher sind Parzellen mit hohem Unkrautdruck für den Hirseanbau nicht geeignet, besonders wenn die Parzelle mit Hühnerhirse verseucht ist. Die Kultur kann erst gestriegelt werden, wenn die Pflanzen 4-5 Blätter haben. Vorher sind die Pflanzen zu wenig verwurzelt. Mit Hacken steht eine effiziente Unkrautregulierung zwischen den Reihen zur Verfügung. Als Schädlinge sind bisher nur die Spatzen bekannt. Die Erträge bewegen sich zwischen 10 und 40 dt pro Hektar. Im Anbaujahr 2009 erzielten 10 Produzenten mit einer Gesamtfläche von 15 ha im Durchschnitt 25 kg pro Are.
Für die Anbaukoordination und die Anbauverträge ist die Biofarm zuständig. Ein Merkblatt kann hier angefordert werden.
Niklaus Steiner
Biofarm-Genossenschaft
Tel. 062 957 80 52
steiner@no-spam.biofarm.ch
www.biofarm.ch






