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Bioweizensortenversuch 2009: Erträge 4 kg tiefer

Versuchsfeld mit der Winterweizensorte Wiwa nach dem Ährenschieben.
Wiwa bewährt sich als robuster Winterweizen mit guten Anbaueigenschaften.

Alle in der Sortenliste aufgeführten Weizensorten werden jedes Jahr auf acht Standorten zwischen Boden- und Genfersee geprüft. Zwei Versuche konnten wegen Hagel nicht geerntet werden. Auf den übrigen Standorten wurden gegenüber dem Vorjahr tiefere Erträge und schlechtere Qualität geerntet. Der Durchschnittsertrag lag mit 46 kg pro Are rund 4 kg unter dem Vorjahreswert. Über dem Durchschnitt lagen Scaro, Siala, Antonius und Wiwa. Den geringsten Ertrag aber den höchsten Feuchtklebergehalt (im Weissmehl) wies erwartungsgemäss die Sorte Runal auf. Neben Runal konnte nur Wiwa den von den Verarbeitern geforderten Minimalwert von 29 Prozent Feuchtklebergehalt erreichen. Der Durchschnitt lag bei nur 25 Prozent. Die übrigen geprüften Sorten lagen unter dem Durchschnittswert.

Auch bei den Proteinwerten wird klar, dass wir in diesem Jahr bei der Qualität Abstriche machen müssen. Die Grenze von 12 Prozent hat einzig Wiwa erreicht, wenn auch knapp. Der Durchschnitt lag bei nur 11.7 Prozent, also über ein Prozent tiefer als im Vorjahr. Auffällig ist, dass die Qualität (Protein und Feuchtkleber) je nach Standort und Sorte nicht stark variierte.

Nachstehend ein paar Zahlen und Grafiken. Weitere  Details  finden Sie im Bericht über die Sortenversuch des FiBL und der Kantone.

Bericht (377 KB) (PDF, 377 KB)

Mittelwerte über alle 5 Standorte

 

Sorte

Ertrag
(kg/ha)

HL-Gewicht
(kg/hl)

Proteingehalt
(%)

Zeleny
(ml)

Fallzahl

Feuchtkleber
ICC 137
(%)

Titlis

43.8

79.4

11.3

43.4

316.0

25.1

Runal

42.2

79.4

11.5

44.2

312.0

29.4

Siala

46.5

78.7

11.3

38.3

304.8

23.2

Scaro

47.7

82.8

11.4

43.8

325.0

24.4

Laurin

44.5

82.5

11.6

42.2

302.2

24.3

Wiwa

46.1

82.8

11.8

50.6

341.8

28.8

Fiorina

43.7

80.5

11.4

34.0

313.6

24.1

Antonius

46.4

80.8

11.4

38.8

276.8

24.5

Mittel

45.1

80.9

11.5

41.9

311.5

25.5

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Am Versuch beteiligte Stellen und Personen

  • Mellita Marradi, Bio Suisse (Unterstützung aus dem Fonds Ackerbau für die Aus-wertung und Koordination)
  • Andreas Rüegger, Swisssem (Biosaatgutfonds für Saatgut und Analysen bei Peter Kunz)
  • Niklaus Messerli, Kant. Fachstelle für Biolandbau Liebegg, Gränichen, Kt. AG (Standort Wildegg, Analysekosten)
  • Erik Meier, Fachstelle Biolandbau, Strickhof, Lindau (Standort Brütten, Analyse-kosten).
  • Raphael Kottmann, Stefan Heller; Kant. Fachstelle für Biolandbau, Hohenrain und Schüpfheim, Kt. LU (Standort St. Erhard)


Fachliche Unterstützung:

  • Jakob Rohrer, Kant. Fachstelle für Biolandbau Arenenberg, Kt. TG
  • Christian Bovigny, ProConseil, Moudon, Kt. GE und Kt. VD
  • Michel Petitat, Institut agricole du Jura, Courtemelon, Kt. JU
  • Urs Siegenthaler, Inforama Rüti, Zollikofen, Kt. BE
  • Andreas Vetsch, LBBZ Plantahof, 7302 Lanquart


Folgende Biobauern haben den Weizensortenversuch angelegt:

  • Fritz Rupp, Tobel
  • Urs und Ladina Knecht, Brütten
  • Alois Huber, Wildegg
  • Francois-Philippe Devenoges, Dizy
  • Cyriac Schnyder, St. Erhard
  • Jean-Pierre et Claude Hürlimann, Damphreux
  • Biogemeinschaft Hofer-Schori, Seedorf
  • Andreas Obrecht, Paspels

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